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Aufbau des Bienenvolks: Königin, Arbeiterin, Drohne

Wie ist ein Bienenvolk aufgebaut? Königin, Arbeiterinnen und Drohnen, Volksstärke im Jahr, Brutnest und Aufgabenteilung der Bienen einfach erklärt.

Mit KI erstellt · Herausgeber: Sascha Ardeleanu ·
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Kniender Imker arbeitet mit Werkzeug an seinen Beuten

Ein Bienenvolk besteht aus drei Bienenwesen: einer Königin, mehreren tausend Arbeiterinnen und ein paar hundert Drohnen. Im Sommer leben 40.000 bis 60.000 Bienen zusammen, im Winter nur rund 10.000. Jede Biene hat ihre Aufgabe. Zusammen wirken sie wie ein einziger Körper — der Imker nennt das den Bien.

Welche drei Bienenwesen leben in einem Volk?

In jedem Bienenvolk findest du drei verschiedene Typen von Bienen. Fachleute nennen sie die drei Bienenwesen. Jedes hat einen anderen Körper und eine andere Aufgabe.

Da ist zuerst die Königin, auch Weisel genannt. Von ihr gibt es nur eine pro Volk. Sie ist die Mutter aller anderen Bienen.

Dann kommen die Arbeiterinnen. Sie sind weiblich, aber nicht fruchtbar. Sie machen die ganze Arbeit im Stock und draußen. In einem starken Sommervolk sind es mehrere zehntausend.

Zuletzt die Drohnen. Das sind die Männchen. Es gibt nur ein paar hundert von ihnen, und nur im Sommer. Im Winter fehlen sie ganz.

Diese drei kann man gut auseinanderhalten. Die Königin ist die längste Biene mit einem langen Hinterleib. Die Drohne ist dick und plump und hat große Augen. Die Arbeiterin ist die kleinste der drei. Sie ist die Biene, die du im Garten an den Blüten siehst.

Wenn du selbst mit der Haltung anfangen willst, lohnt sich vorher ein Blick auf die Grundlagen rund ums eigene Bienenvolk als Imker. Dort steht, was so ein Volk im Alltag braucht.

Was macht die Königin im Bienenvolk?

Die Königin hat im Grunde nur eine große Aufgabe: Eier legen. In der Hochsaison im Frühjahr und Sommer schafft sie bis zu 2.000 Eier am Tag. Das ist mehr als ihr eigenes Körpergewicht. Ohne diesen Nachschub würde das Volk schnell schrumpfen, denn die Arbeiterinnen leben nur kurz.

Die Königin paart sich nur ein einziges Mal in ihrem Leben. Beim Hochzeitsflug sammelt sie den Samenvorrat mehrerer Drohnen. Diesen Vorrat trägt sie dann jahrelang in sich. Eine Königin kann zwei bis fünf Jahre alt werden. Das ist viel länger als jede andere Biene im Volk.

Neben dem Eierlegen hat die Königin noch eine zweite Wirkung. Sie gibt einen Duftstoff ab, das sogenannte Weiselpheromon. Dieser Duft sagt dem ganzen Volk: Hier ist alles in Ordnung, eine Königin ist da. Fällt der Duft weg, merken die Bienen das in kurzer Zeit. Dann ziehen sie sich eine neue Königin heran.

Interessant ist, wie eine Königin überhaupt entsteht. Aus dem Ei wird nicht von Natur aus eine Königin. Entscheidend ist das Futter. Eine Larve, die das Volk dauerhaft mit Gelée royale füttert, wird zur Königin. Alle anderen Larven bekommen dieses Spezialfutter nur kurz und werden zu Arbeiterinnen. Aus demselben Ei kann also beides werden — eine einfache Arbeiterin oder die Mutter des Volkes.

Wichtig zu wissen: Die Königin ist kein Chef, der Befehle gibt. Sie regiert nicht. Das Volk trifft seine Entscheidungen gemeinsam. Die Königin ist mehr das Herz als der Kopf.

Wofür sind die Drohnen da?

Drohnen haben es einfach. Ihre einzige Aufgabe ist die Begattung einer jungen Königin. Dafür fliegen sie an warmen Tagen zu festen Sammelplätzen am Himmel und warten dort auf eine Königin.

Eine Drohne sammelt keinen Nektar und keinen Pollen. Sie baut keine Waben und füttert keine Brut. Sie hat auch keinen Stachel und kann nicht stechen. Drohnen lassen sich von den Arbeiterinnen füttern. Im Volk sind sie reine Männer fürs Wesentliche.

Drohnen entstehen anders als Arbeiterinnen. Sie schlüpfen aus unbefruchteten Eiern. Die Königin entscheidet beim Legen selbst, ob ein Ei befruchtet wird oder nicht. Aus befruchteten Eiern werden Arbeiterinnen, aus unbefruchteten die Drohnen. Deshalb hat eine Drohne keinen Vater, aber einen Großvater.

Im Sommer leben ein paar hundert bis rund tausend Drohnen in einem Volk. Doch ihre Zeit ist kurz. Geht die Tracht zu Ende und wird es Herbst, brauchen sie die Bienen nicht mehr. Dann kommt die Drohnenschlacht: Die Arbeiterinnen drängen die Drohnen aus dem Stock und lassen sie nicht mehr hinein. Draußen sterben sie. So spart das Volk Futter für den Winter.

Wie ändert sich die Volksstärke im Jahr?

Ein Bienenvolk ist keine feste Zahl. Es atmet über das Jahr. Im Sommer ist es riesig, im Winter klein. Das ist normal und wichtig.

Im Winter überwintert ein Volk mit etwa 6.000 bis 10.000 Arbeiterinnen. Mehr braucht es nicht, denn im Winter wird kein Honig gesammelt. Die Bienen sitzen dicht zusammen und halten sich warm. Je kleiner das Volk, desto weniger Futter frisst es auf.

Sobald es im Frühjahr wärmer wird, legt die Königin wieder kräftig los. Jetzt wächst das Volk sehr schnell. Im Frühsommer ist es auf etwa 45.000 bis 60.000 Tiere angewachsen. Unter guten Bedingungen kann ein Volk sogar die 100.000er-Marke erreichen. Diese große Zahl braucht es, um die Tracht voll auszunutzen.

An einem guten Trachttag schickt ein starkes Volk rund 30.000 Flugbienen nach draußen. Diese Menge ist nur möglich, weil die Königin im Frühjahr so viel Brut anlegt. Ein starkes Volk bringt mehr Honig — deshalb arbeiten Imker so hart auf eine gute Frühjahrsentwicklung hin.

Was draußen blüht, entscheidet mit über das Wachstum. Welche Pflanzen wann Nektar geben, zeigt unser Trachtpflanzen-Kalender für Imker. Im Spätsommer dreht sich das Bild dann wieder um. Die Königin legt weniger, die Sommerbienen sterben, und das Volk schrumpft auf seine Wintergröße zurück.

Wie ist das Brutnest auf den Waben aufgebaut?

Das Herz des Volkes ist das Brutnest. Hier liegen die Eier, die Larven und die Puppen. Das Brutnest hat eine kugelig-eiförmige Form. Es sitzt mitten im Stock, dort wo es schön warm bleibt.

Die Königin legt die Eier in einem Kreis an, oft auf beiden Seiten einer Wabe gleich. Auf den Waben weiter außen wird die Brutfläche kleiner. So entsteht insgesamt eine Kugel aus Brut. In dieser Kugel halten die Bienen rund 35 Grad — egal, wie kalt es draußen ist.

Rund um die Brut ordnen die Bienen ihre Vorräte. Direkt am Brutnest liegt ein Ring aus Pollen, der Pollenkranz. Pollen ist das Eiweiß-Futter für die Larven. Darüber und außen folgt der Honig, der Honigkranz. So haben die Ammenbienen Futter und Eiweiß immer direkt zur Hand. Sie müssen nicht weit laufen.

Diese Ordnung ist clever. Brut in der Mitte, Pollen drumherum, Honig außen. Die Bienen bauen ihr Lager um die Wärmequelle herum auf.

Wird es Winter, löst sich das Brutnest auf. An der Stelle der letzten Brut sind nun leere Zellen. Genau hier bildet sich die Wintertraube. Die Bienen ziehen sich zur Kugel zusammen, gegliedert durch die Waben. In den leeren Zellen sitzen sie geschützt und sparen Wärme. Den Honig rundherum fressen sie im Lauf des Winters langsam auf.

Welche Aufgaben hat eine Arbeiterin in ihrem Leben?

Eine Arbeiterin macht nicht ihr ganzes Leben dasselbe. Sie wechselt den Beruf, je nachdem wie alt sie ist. Mit jedem Lebenstag rücken neue Drüsen und Fähigkeiten nach. So ergibt sich eine feste Reihenfolge der Aufgaben.

Frisch geschlüpft ist die Biene zuerst Putzbiene. In den ersten Tagen putzt sie die leeren Wabenzellen, damit die Königin wieder Eier legen kann. Auch sich selbst macht sie sauber und wärmt die Brut.

Danach wird sie Ammenbiene, etwa vom vierten bis zwölften Tag. Jetzt hat sie Futtersaft-Drüsen am Kopf. Sie füttert die Larven und versorgt auch die Königin. Eine Larve wird in dieser Zeit hunderte Male am Tag gefüttert.

Mit rund zwei Wochen kommen die Wachsdrüsen dazu. Nun ist sie Baubiene und baut neue Waben. Aus kleinen Wachsplättchen formt sie die sechseckigen Zellen.

Gegen Ende der Stockzeit, um den 18. bis 20. Tag, wird sie Wächterbiene. Sie steht am Flugloch und prüft jede ankommende Biene am Geruch. Fremde Bienen oder Wespen wehrt sie ab.

Zuletzt, ab etwa dem 21. Tag, fliegt sie als Sammelbiene aus. Sie holt Nektar, Pollen, Wasser und Kittharz. Das ist die letzte und gefährlichste Phase. Draußen lauern Vögel und schlechtes Wetter. Eine Sommerbiene wird so nur rund sechs Wochen alt. Eine Winterbiene dagegen lebt mehrere Monate, oft sieben bis acht, weil sie nicht so hart arbeitet.

Diese Reihenfolge ist nicht starr. Fehlen dem Volk an einer Stelle Bienen, springen andere ein. Eine junge Biene kann früher zur Sammlerin werden, wenn es nötig ist. Das Volk verteilt seine Kräfte flexibel.

Wie hält der Stockduft das Volk zusammen?

Bienen sehen ihre Welt vor allem über den Geruch. Jedes Volk hat seinen eigenen Stockduft. Daran erkennen sich die Bienen gegenseitig. Eine Wächterin riecht sofort, ob eine ankommende Biene zum Volk gehört oder nicht.

Diesen Duft steuern die Bienen über Pheromone. Das sind Botenstoffe, mit denen sie sich verständigen. Der wichtigste ist die Königinnensubstanz aus den Drüsen der Königin. Sie ist Teil des Stockgeruchs und hält das Volk zusammen. Wird ihre Menge zu klein, fangen die Bienen an, neue Königinnen heranzuziehen.

Es gibt noch mehr solcher Düfte. Sticht eine Biene zu, gibt sie einen Alarm-Duftstoff ab. Er steigert die Angriffslust der anderen und markiert den Angreifer. Deshalb kommt nach einem Stich oft gleich der nächste. Andere Bienen hinterlassen am Flugloch Duftmarken, die ihren Schwestern den Weg nach Hause weisen.

Für den Imker ist das praktisch zu wissen. Wer ruhig und ohne Hektik arbeitet, löst weniger Alarm aus. Und wer zwei Völker vereinigen will, muss die unterschiedlichen Stockdüfte erst angleichen. Sonst gibt es Streit.

Warum nennt man das Bienenvolk einen Superorganismus?

Eine einzelne Biene ist allein nicht lebensfähig. Sie kann keinen Winter überstehen und keine neue Königin machen. Erst das ganze Volk ist überlebensfähig. Darum sprechen Fachleute von einem Superorganismus. Imker nennen ihn den Bien.

Der Vergleich passt gut. In einem Körper hat jede Zelle ihre Aufgabe. Im Bienenvolk hat jede Biene ihre Aufgabe. Die Arbeiterinnen sind wie spezialisierte Zellen. Die Pheromone wirken wie Hormone, die alles steuern. Das Brutnest ist sozusagen das Organ, das neue Zellen nachliefert.

Spannend ist: Es gibt keinen Chef. Auch die Königin gibt keine Befehle. Trotzdem läuft alles geordnet ab. Das Volk entscheidet gemeinsam, etwa wann es schwärmt oder wohin ein Schwarm zieht. Tausende einzelne Bienen ergeben zusammen ein kluges Ganzes. Genau das macht das Bienenvolk so faszinierend.

Wenn du tiefer einsteigen willst, hilft dir unser Überblick, wie man als Anfänger Imker wird. Dort erfährst du Schritt für Schritt, was zum Start dazugehört.

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Häufige Fragen zum Aufbau eines Bienenvolks

Ein Bienenvolk ist mehr als die Summe seiner Bienen. Drei Wesen, ein klar geordnetes Brutnest, eine Aufgabenteilung nach Alter und ein gemeinsamer Stockduft — so wird aus tausenden Einzeltieren ein einziger Organismus. Wer das einmal verstanden hat, schaut beim nächsten Blick in den Stock mit ganz anderen Augen hin.

Häufige Fragen

Wie viele Bienen leben in einem Bienenvolk?
Das hängt von der Jahreszeit ab. Im Sommer sind es rund 40.000 bis 60.000 Bienen, im Winter nur etwa 6.000 bis 10.000. Dazu kommen im Sommer ein paar hundert Drohnen und eine Königin.
Wie lange lebt eine Arbeitsbiene?
Eine Sommerbiene wird nur etwa sechs Wochen alt. Eine Winterbiene lebt dagegen mehrere Monate, oft sieben bis acht. Sie muss das Volk durch den Winter bringen, bis im Frühjahr neue Bienen schlüpfen.
Was ist die Aufgabe der Bienenkönigin?
Die Königin legt Eier, in der Hochsaison bis zu 2.000 am Tag. Über ihren Duftstoff, das Weiselpheromon, hält sie das Volk zusammen. Sie regiert aber nicht — Entscheidungen trifft das ganze Volk.
Wofür sind die Drohnen im Bienenvolk da?
Drohnen sind die Männchen. Ihre einzige Aufgabe ist es, eine junge Königin zu begatten. Sie sammeln keinen Nektar und haben keinen Stachel. Im Herbst werden sie aus dem Stock gedrängt.

Quellen

  1. die-honigmacher.de — Volksstärke
  2. die-honigmacher.de — Das Leben einer Arbeiterin
  3. die-honigmacher.de — Pheromone
  4. mellifera.de — Brutnest und Wintertraube
  5. LAVES Institut für Bienenkunde Celle — Bienenbiologie
  6. SimplyScience — Das Bienenvolk: Königin, Drohnen und Arbeiterinnen

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Hinweis: Dieser Artikel fasst öffentlich zugängliche Quellen zusammen und ist keine Steuer- oder Rechtsberatung. Angaben zu Kennzeichnungspflichten basieren auf der jeweils zitierten Fassung der Honigverordnung, des LMIV (EU 1169/2011) und nationaler Umsetzungsgesetze. Vor Produktionsentscheidungen empfehlen wir Rücksprache mit der zuständigen Landwirtschaftskammer oder einem Lebensmittelrechtler. Stand der hier zitierten Quellen: 10. Juli 2026.

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