Die Hälfte der web-präsenten Imkereien in Deutschland ist jünger als das Jahr 2009 — das Median-Gründungsjahr aus 272 „seit JAHR”-Selbstauskünften unserer Erhebung. Wer heute mit dem Imkern anfängt oder gerade eine Website aufbaut, tritt also nicht in eine verstaubte Branche ein, sondern in ein Feld, in dem laufend neue Betriebe online sichtbar werden.
Wie alt sind Deutschlands Imkereien im Schnitt?
Für unsere Preis-Erhebung haben wir bei 272 Imker-Websites die „seit JAHR”-Angabe ausgelesen, mit der viele Betriebe auf ihrer Startseite werben. Das Median-Gründungsjahr liegt bei 2009 — die Hälfte der Betriebe ist jünger, die andere Hälfte älter.
Fast jede zweite dieser Imkereien (47,79 %) wurde sogar erst seit 2010 gegründet. Das ist kein Nischenphänomen einzelner Neu-Imker, sondern ein deutlicher Anteil der gesamten Stichprobe.
Welche Dekade hat die meisten Imkereien hervorgebracht?
n = 272 Imker-Websites mit seit-JAHR-Selbstauskunft · Balken = absolute Häufigkeiten über die volle Stichprobe (Verteilungs-Zählung, keine Statistik-Zelle) · eigene Erhebung Juli 2026
Die 2010er-Jahre sind mit 99 von 272 Betrieben die mit Abstand stärkste Gründungs-Dekade — mehr als die 1980er, 1990er und 2000er einzeln. Erst danach kommt ein spürbarer Rückgang in den 2020ern (31 Betriebe), was angesichts der noch laufenden Dekade wenig überrascht.
Auffällig ist auch der Bruch zwischen 1970er- und 1980er-Jahren: Nur 7 Gründungen in den 1970ern stehen 22 in den 1980ern gegenüber — mehr als eine Verdreifachung. Von da an steigt die Zahl der Gründungen über jede weitere Dekade nahezu ununterbrochen, bis zum Höhepunkt in den 2010ern.
Was bedeutet „seit wann online sichtbar” wirklich?
Wichtig für die Einordnung: Diese Zahlen zeigen nicht, dass es kaum alte Imkereien gibt. Sie zeigen, wie jung die online sichtbare Imkerei ist.
Eine Imkerei, die seit 1975 besteht, aber nie eine Website gebraucht hat, taucht in dieser Auswertung schlicht nicht auf — sie war ja gar nicht Teil der erhobenen Web-Stichprobe. Junge Betriebe legen dagegen fast automatisch eine Website an, weil das heute zum Gründen dazugehört. Die 272 Datenpunkte sind außerdem reine Selbstauskunft der Betriebe, keine amtliche Registrierung. Die eigentliche Aussage lautet also: Wer online nach Imkereien sucht, findet überproportional junge, seit 2010 oder später gegründete Betriebe — nicht, dass alte Imkereien selten geworden wären.
Was heißt das für dich, wenn du gerade gründest oder online gehst?
Zwei Dinge. Erstens: Wenn du selbst eine Imkerei gegründet hast oder gerade gründest, bist du mit dieser Entscheidung in guter Gesellschaft — die stärkste Gründungs-Dekade liegt erst wenige Jahre zurück, nicht Jahrzehnte. Du trittst also nicht als Außenseiter in eine alteingesessene Branche ein, sondern in ein Feld, das sich online gerade erst formiert.
Zweitens: Die Betriebe, mit denen du dich online tatsächlich vergleichst und um Sichtbarkeit konkurrierst, sind überwiegend jung und digital aktiv. Wie viele Imkereien überhaupt eine Website betreiben, einen Onlineshop führen oder auf Social Media sichtbar sind, zeigt unser Datenartikel Wie digital sind Deutschlands Imker? — die logische Ergänzung zu diesen Gründungszahlen.
Wenn du gerade neu einsteigst und wissen willst, was der Start finanziell bedeutet, hilft dir unser Artikel Was kostet ein Bienenvolk? bei der ersten Kalkulation. Und die komplette Preis-Erhebung hinter diesem Artikel findest du im Honigpreis-Report 2026.
Egal ob du gerade erst startest oder schon länger dabei bist: Eine saubere digitale Übersicht über deine Völker zahlt sich vom ersten Tag an aus. Die kostenlose Völkerverwaltung von Hofwerk hält Königin, Zustand und Entwicklung je Volk fest — bis zu fünf Völker, ohne Zahlungsdaten.
Datengrundlage: eigene Auswertung von 272 Imker-Websites mit „seit JAHR”-Selbstauskunft, Teilmenge aus 1.178 erhobenen Imker-Websites (Juli 2026). Es werden ausschließlich zusammengefasste Werte gezeigt, keine einzelnen Betriebe. Keine amtliche Statistik. Betriebsdaten teilweise aus OpenStreetMap (© OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL).